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200 Jahre Bayern

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Münchner VertragBereits ein knappes Jahr später kam es zum Staatsvertrag zwischen Österreich und Bayern. In dem „Münchener Vertrag vom 14. April 1816“ heißt es in Art. 2 (Entschädigung Bayerns):

Münchner Vertrag„Gegen diese Abtretungen treten Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich für Sich, Ihre Erben und Nachfolger an des Königs von Bayern Majestät, an Dessen Erben und Nachfolger, zu vollem Eigenthume und voller Souveränetät, ab:

Münchner Vertrag… B. Auf dem rechten Rheinufer.
1) die vormaligen Fuldischen Aemter Hammelburg, mit Thulba und Salek, Brückenau mit Motten … alle benannten Distrikte, wie solche von Seiten kais. Königl. apostolischer Majestät besessen worden…“

Bayern erhielt u. a. mit diesem Staatsvertrag auf dem „linken Rheinufer“ die linksrheinischen pfälzischen Gebiete (Rheinkreis, später auch Pfalz oder Rheinpfalz genannt).
Abgegeben an Österreich hat es mit diesem Vertrag u.a. Teile des Hausruckviertels, das Innviertel und das Herzogtum Salzburg.

Untermainkreis historische Karte 19.Jahrhundert (aus Würzburg WIKI)Hammelburg gehörte für kurze Zeit zum „Mainkreis“ mit der Hauptstadt in Bamberg und dann, nach der Neueinteilung Bayerns in Kreise, ab dem 20. Februar 1817 zum „Untermainkreis“ (später Kreis Unterfranken und Aschaffenburg, jetzt Regierungsbezirk Unterfranken).

Am 21. Mai 1866 (Pfingstmontag) feierte Hammelburg die fünzigjährige Zugehörigkeit "zur Krone Bayern". In der Kirche hielt der damalige Pfarrer G. M. Rappert eine Rede, aus der folgende Auszüge stammen:

"... Was Wunder! bis Hammelburg endlich nach göttlicher Fügung der Krone „Bayern“ einverleibt wurde, wechselte es die Regierung fast so oft, wie man ein Kleid wechselt. Verhängnißvoll waren diese Zustände. Man konnte sie im Grunde nur als Nachzuckungen der großen französischen Revolution betrachten...
... in Folge der Schlacht Napoleons bei Hanau am 30. Oktober 1813, der letzten Schlacht und Niederlage Napoleons auf deutschem Boden, änderte sich abermals das tragische Geschick Hammelburgs, es kam unter die Oberhoheit Oesterreichs, des Mitsiegers bei Leipzig. Wie oft mögen die Bewohner Hammelburg bei so harten Drangsalen des Krieges und der Umwälzungen, zu welchen sich auch herrschende Krankheiten gesellten, wie oft mögen die in Gott ruhenden Voreltern ausgerufen haben: O wie glücklich waren wir einst, wie unglücklich sind wir jetzt, was wird noch aus uns werden! Doch, wo die Noth am größten,  ist die Hilfe Gottes am nächsten! Heute singen wir: Te Deum laudamus, Großer Gott wir loben Dich!"

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